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Ach so, na dann

(Anruf Redakteurin Radiosender.)

Hier spricht xxx von der Sendung xxx. Ich rufe an, weil Sie doch dieses Buch über Schicksal geschrieben haben.

Ja, stimmt.

Wir bereiten gerade eine Sendung vor und ich wollte Sie fragen, ob sie nicht als Studiogast daran teilnehmen wollen.

Sehr gerne, natürlich.

Aber - Moment, vorher muss ich Ihnen noch eine Frage stellen. Glauben Sie denn an Schicksal?

Sie haben das Buch nicht gelesen, stimmt's?

Nein, noch nicht.

Ja, ich glaube an Schicksal, aber natürlich nicht an Schicksal im landläufigen Sinne. (...) Wenn Sie Schicksal also als all jenes begreifen, was Sie nicht selbst beeinflussen können, dann kann ich glaube ich sehr gut zeigen, dass fast alles Schicksal ist. Ich weiß nicht, ob das zu Ihrer Sendung passt.

Ich dachte, Sie glauben an Schicksal. Wir haben Stefan Klein eingeladen, der das Buch über Zufall geschrieben hat, und Sie könnten dann seinen Gegenpart spielen.

Ich fürchte, in seinem Buch stehen ziemlich ähnliche Dinge.

Oh - haben Sie es denn gelesen?

Ich muss gestehen, nein, aber ich weiss ungefähr, was drinsteht.


Ach so, na dann, das ist schade. Haben Sie denn eine Idee für jemanden, der an Schicksal glaubt, wo Sie sich doch so mit dem Thema beschäftigt haben?

Ein katholischer Priester?

Nein im Ernst!

Ja, im Ernst, wer außer den Religionsvertretern glaubt denn an höhere Mächte, die unser Leben bestimmen?

Nun ja, ich danke ihnen dann erstmal.

Keine Ursache.

18.01.2005, 14:42

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Kommentare

Vielleicht sollte man einen "Ratgeber Recherche" schreiben und unbedarften Journobots bei solchen Gelegenheiten andrehen.

-1- schreibt gHack am 18.01.2005, 23:39

Zumal sich die Fälle ja häufen. Erst kürzlich schrieb J.v. Westphalen was Ähnliches in der SZ.

-2- schreibt Jochen am 19.01.2005, 11:39